Das liebe Vieh

Gepostet am Aktualisiert am

Ich bin ein sehr tierlieber Mensch. Fast mein ganzes Leben hatte ich irgendwelche Haustiere oder war zumindest immer irgendwo vertreten wo es Tiere zu gucken oder zu knuddeln gab.

Soviel Freude sie mir auch machen, so ist es auch nicht immer ganz leicht alles organisiert zu bekommen. Bisher ging das immer ganz gut und ich habe es gerne gemacht oder auch gern mal auf Unternehmungen verzichtet, wenn es mit der Tierbetreuung nicht vereinbar war.

Auch die aktuellen Probleme (Verzicht aufs Autofahren) bringen durch das Viehzeug umständlichere Probleme mit sich. Ohne sie wäre einiges einfacher zu realisieren. Aber ich möchte natürlich nicht auf sie verzichten. Zudem habe ich auch sehr bewußt die Verantwortung für sie übernommen und möchte dazu auch weiterhin stehen. Es würde mir eh das Herz brechen, wenn ich sie hergeben müsste.

Daher stelle ich meine Schätze, um die sich mein Leben dreht, einfach mal vor.

Als erstes: Murks. Auch unter Muppi, Muppimurks, Mr. Muppi, Minimurks und kleiner Autist bekannt. Muppi wohnt am längsten bei mir (meinen alten Kater, der 10 Jahre bei mir war, musste ich leider letztes Jahr gehen lassen). Er ist aus dem Tierheim und hat schon eine ziemliche Odyssee hinter sich. Er kam ursprünglich aus Moskau (hat einen russischen Pass) über eine dubiose Tierrettungsorganisation nach Deutschland. Dort wurde er mit allen anderen Tieren vom Veterinäramt beschlagnahmt und kam ins hier ansässige Tierheim. Dort habe ich ihn dann gefunden und eingepackt. 🙂 Leider hatte er bei der Reise sein Auge verletzt, sodass er noch lange daran behandelt werden musste. Heute ist er dennoch auf dem einen Auge so gut wie blind. Ich vermute mehr als hell-dunkel kommt dort nicht mehr an. Trotzdem ist er ein guter Mäusefänger geworden.

Er ist sehr skeptisch und scheu. Zwar ist er gerne bei mir, legt sich auf meine Beine und redet mit mir („gib mir Essen“,“ich will raus, mach die Tür bitte auf“), aber Streicheln und Schmusen ist zuviel Nähe für ihn. Aber das ist ok. Er darf so sein.

MMGarten

 

Katze Nr. 2: Luna oder Luni oder Lunimoony.

Sie ist noch ein halbes Baby, gerade mal 10 Monate alt. Wir haben sie nach dem Tod unseres alten Katers für Muppi als Kameradin geholt, nachdem es mit 2 verschiedenen Katern aus dem Tierheim nicht funktionieren wollte. Mit Luni ist alles im Lot. Sie ist lieb und ein bißchen nervig, dem Alter entsprechend eben ;). Dummerweise ist sie fast schwarz, was für meine Erkrankung recht ungünstig ist, da sie sich nicht besonders kontraststark von ihrer Umgebung absetzt. Aber sie hat schon (durch leidvolle Erfahrung) gelernt, dass sie auf meine Beine aufpassen muss. Ihrer Fröhlichkeit tat dies jedoch keinen Abbruch.

lunamaus

 

Hätte ich meine Katzen nicht, könnte ich mir eine Wohnung in der Stadt suchen. Zwar bin ich auch nicht so der Stadtmensch, aber die Wege zu allen alltäglichen Einrichtungen (Geschäfte, Ärzte, Bahnhof) und zur Arbeit wären kurz. Evtl. sogar zu Fuss erreichbar. Aber meine Katzen sollen ihren Freigang behalten.

 

3. Mein Lebenstraum: Pferdchen Finn (Mäuschen, Finni, Finnispinni)

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Lange Zeit habe ich ja nicht wirklich daran geglaubt, dass ich irgendwann einmal tatsächlich Pferdebesitzer sein werde. Aber nach dem Studium und den ersten festen Gehältern habe ich mich an dieses Abenteuer gewagt und bis heute nicht bereut.

Allerdings bereitet mir dieses Hobby die größten Sorgen. Es ist teuer (Erhalt des Arbeitsplatzes ist also wichtig), zeitintensiv und erfordert auch die meiste Mobilität. Pferdeställe liegen selten mitten in der Stadt und sind oft auch schlecht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Momentan liegen meine Wohnung, Arbeitsplatz und Pferdestall in einem Dreieck (mit jeweils ca. 15 km Strecke dazwischen). Zwar komme ich mit den Öffentlichen sehr gut von zuhause zur Arbeit und auch ehr schlecht als recht von der Arbeit zum Stall (aber es wäre möglich). Allerdings gibt es überhaupt keine direkte Verbindung vom Stall zurück zu meiner Wohnung. Da müsste ich wieder zurück in die Stadt zur Arbeit und von dort nach Hause. Das ist zeitlich unter der Woche überhaupt nicht umsetzbar. Ich bin so immer schon ganz gut voll gepackt.

Folgende Varianten gibt es nun für das Mobilitätsproblem:

  1. Ich muss in die Stadt ziehen, kann zu Fuss zur Arbeit und muss zum Pferd pendeln. Das möchte ich aber wegen den Katzen nicht.
  2. Das Pferd zieht um. In einen Stall in der Nähe meiner (wunderschönen) Wohnung. Allerdings gefällt mir dort das Ausreitgelände nicht. Außerdem praktizieren die Ställe nicht ganz so den Haltungsstil wie ich ihn mir für meinen Dicken wünsche.
  3. Ich ziehe in die Nähe zum Stall. Dazu tendiere ich momentan am ehesten. Denn den Stall mag ich sehr gerne. Dem Pferd geht es dort gut, mir geht es dort gut (nette Stallkolleginnen) und das Ausreitgelände ist traumhaft. Allerdings ist das Pendeln von dort aus doppelt so lang wie momentan von meiner Wohnung. Aber das würde ich in Kauf nehmen (müssen). Zudem würde ich meine Wohnung ungern aufgeben, da sie von der Lage und Preis unschlagbar ist. Außerdem habe ich sehr nette Vermieter und Nachbarn (passen z.B. auch im Urlaub auf meine Katzen auf).

 

Aber am Liebsten will ich alles so behalten wie es ist!

 

4.  Ich gewinne im Lotto, brauche nicht mehr arbeiten und kaufe mir einen kleinen feinen Aussiedlerhof auf dem ich mit all meinem  Viehzeug unter einem Dach leben kann. 😉

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Ein Gedanke zu „Das liebe Vieh

    Diva sagte:
    2014/07/06 um 08:08

    Genau diese überlegungen kenne ich nur zu gut . Bei mir war es sogar noch extremer. Wir hatten ein gepachtetes Grundstück auf dem ich einen halben Zoo hielt . Pferde und Ponys im Offenstall. Ziegen, Gänse, Kaninchen , Meerschweinchen , eine Riesen Voliere . … Dieses Grundstück war mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu erreichen . Ich fuhr immer mit dem Rad …irgendwann ging das Rad fahren auch nicht mehr , ich ging die 5 Kilometer zu Fuss . Als Selbstversorger muss man ja mindestens 2 mal am Tag füttern , das kennst du wahrscheinlich ja , darum verbrachte ich den ganzen Tag dort und brauchte die Wohnung eigentlich nur noch zum übernachten . Dann kam die Trennung von meinem Ex Mann . Ganz alleine konnte ich das ganze weder finanziell noch von der Arbeit her erhalten . Da für mich nur Offenstall in Frage kommt und es nicht viekevdavon gibt , konnte ich die Tiere leider nicht behalten . Ich zog um , in eine Kleinstadt . Hier bin ich trotzdem im grünen und gabe aber alles was ich zum Leben brauche in zu Fuss erreichbarer Nähe . Die Ponys kamen zum Glück bei einer lieben Bekannten unter , wo es ihnen sehr gut geht . Es ust schon über 6 Jahre her , aber es fällt mir immer noch sehr schwer . Liebe Grüsse Anja

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