Krankenkasse

Update meiner to-do-Liste

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Es ist unglaublich wie die Zeit vergeht. (ich glaube damit habe ich schon einmal einen Post begonnen :)) Mein letzter Beitrag ist von März!

Viel ist passiert in diesem Sommer. Es gäbe viel zu schreiben. Auch geht mir unheimlich viel durch den Kopf, aber ich kriege es nicht geordnet. So gerne möchte ich hier ein Tagebuch schreiben, doch oft bin ich viel zu träge/müde um meine Gedanken zu sammeln und nieder zu schreiben.

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Und mag so vieles einfach auch nicht zu Ende denken, da ich traurig werde, da ich Angst vor gewissen Tatsachen habe. Das beschreibt eigentlich mein Haupt-Themenfeld aus diesem Sommer ganz gut:

Die Auseinandersetzung mit meiner Erschöpfungsdepression und meinen Akzeptanzschwierigkeiten gegenüber meiner Behinderung.

Vielleicht kann ich einfach auf meine Liste von Ende letztem Jahr eingehen, und was daraus geworden ist:

  • Usher Thementag: davon hatte ich berichtet, dass es mir so gut gefallen hat Gleichbetroffene zu treffen. Ich war dann im April noch auf einem mehrtägigen Seminar mit Betroffenen. Ich nenne es die „Usher-Ferienfreizeit“. Es war super lustig, angenehm und informativ. Ich werde nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei sein und vielleicht dann ein wenig genauer berichten. Genauso wie über den Verein der dahinter steht und dem ich beigetreten bin. Leben mit Usher!
  • Genetische Untersuchung: ich hatte ja schon berichtet, dass mein Ergebnis steht. Dass es Usher 2A ist. Jetzt habe ich auch den offiziellen Bericht erhalten. Über die genauen Aussagen darin möchte ich demnächst auch was schreiben.
  • Reha-Antrag: es ist diesen Sommer auf eine teilstationäre Therapie in der Psychosomatik raus gelaufen. Dort war ich 9 Wochen und habe mich mehr oder weniger intensiv mit meiner Trauer auseinander gesetzt. Ich hatte mir sicherlich mehr davon versprochen. Aber es war ein guter Anfang und ich mache jetzt auch eine ambulante Therapie weiter. Zudem merke ich „Nachwirkungen“. Ich verdränge das ganze Thema nicht mehr ganz so viel wie davor.
  • Ich habe jetzt mein erstes paar Kantenfilter. Zuzahlung war vorhanden, aber ich musste noch einiges drauf legen. Jetzt muss ich sie nur noch regelmäßig tragen :D.
  • Kostenübernahme der Hörgeräte. Das schiebe ich vor mir her. Wahrscheinlich ist jetzt eh alles zu spät. Aber mir fehlt einfach die Kraft. Ich habe mich schon um so viel dieses Jahr gekümmert. Dafür reicht es nicht mehr. Das ärgert mich.
  • Antrag auf Verschlechterung wurde bewilligt. 80 GdB habe ich nun.
  • Umzug in die neue Wohnung ist abgeschlossen und ich habe mich auch gut eingelebt. Auch an das längere Busfahren habe ich mich gewöhnt. Das war alles in allem eine gute Entscheidung.

Zudem habe ich mir diesen Sommer noch einen unvernünftigen Traum erfüllt. Ich habe mir ein 2. Pferd gekauft. Es war immer mein Wunsch einen Jährling aufwachsen zusehen und ihm alles beibringen zu können. Eigentlich hatte ich das erst in so 6/7 Jahren vor, wenn mein anderes Pferd langsam aber sicher Richtung Rente marschiert.

Aber da Usher ja ein Überraschungspäckchen ist und ich nicht weiß wie es dann um mein Gesichtsfeld aussieht und ich mir evtl. nicht mehr zutraue mich auf ein rohes (unausgebildetes) Pferd einzulassen, mache es eben jetzt. 🙂

Vernunft sieht vielleicht anders aus. Aber man lebt nur einmal und für gewisse Dinge ist es irgendwann zu spät. Es ist ein großes Ding für mich, ein Lebenswunsch und ich würde es sicherlich sehr bereuen, wenn ich in 10 Jahren feststelle, dass es mir nicht mehr möglich ist.

Also: Willkommen kleiner Fiver ;D

fivi

Neue Hörgeräte

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Endlich hab ich die richtigen Hörgeräte für mich gefunden. Versuch Nr.6 schafft den Spagat zwischen (für mich) angenehmen natürlichen Hören und gutem Sprachverständnis.

Das liegt wohl unter anderem daran, dass ich dieses Mal Geräte mit externen Lautsprecher (EX-Hörer-Geräte) ausprobiert habe. Die Lautsprecher sitzen hierbei im Gehörgang. Also direkt dort wo es benötigt wird. Dadurch spart man sich ein wenig Verstärkung. Dies und der Wegfall des „Durch-den-Schlauch-Hörens“ verbessert Verzerrungsproblematiken. Es macht einen ganz angenehmen Klang.

Des Weiteren habe ich keine Otoplastiken mehr. Sondern nur noch diese Schirmchen.
Es hieß immer, die gingen bei meiner schweren Schwerhörigkeit nicht mehr. Aber ich bin sehr zufrieden. Bei den Otoplastiken hatte ich schon lange keine gut sitzenden mehr. Ständig knackte es bei Kieferbewegungen oder kitzelte irgendwo. Und dieses schwitzige Gefühl ist nun auch weg. Gerade bei den aktuellen Temperaturen ein Traum.

Dazu habe ich noch ein Zusatzgerät genommen, dass mir telefonieren,  Musik hören und fernsehen erleichtert. Es arbeitet über eine Bluetooth-Schnittstelle (oder Klinkenstecker) und funkt dann die Signale direkt in meinen Kopf 😀 … so klingt es zumindest. Sehr genial. Ich kann dabei die Umgebungsgeräusche ausblenden oder auch nicht. Auch sehr praktisch, wenn man doch mal auf noch etwas anderes achten muss, z.B. einen Gesprächspartner.

Und jetzt habe ich endlich mal einen Vorteil gegenüber den Normalhörenden. Ich kann wireless mp3-Player hören 😀 und niemand sieht es.

 

Nun steht die Odyssee mit der Krankenkasse bevor. Ich möchte natürlich, dass sie alles bezahlt. Ich denke bei der neuen Diagnose und der Tatsache, dass ich noch voll im Beruf stehe, verständlich. Ich hole mir noch einen Termin bei der Schwerbehindertenvertretung in meinem Betrieb. Dort hat man schon behauptet, man boxt mir das durch. Da bin ich ja mal gespannt. Kann einem da ansonsten noch der IfD (Integrationsfachdienst) weiterhelfen?